84 Prozent der Führungskräfte halten sich für eine unverzichtbare Hilfe – Mitarbeiter sehen das anders

29.06.2021

Auch wenn sich Führungskräfte und Mitarbeiter einig sind, dass die Rolle des Managers mehr Wertschätzung als noch vor der Pandemie erfährt, zeigt die Talentsoft-Studie, dass doch Wahrnehmungsunterschiede bestehen.

 

Köln, 29. Juni 2021_ 65,6 Prozent der Arbeitnehmer haben seit der Pandemie nicht den Eindruck, dass ihre Vorgesetzten eine unverzichtbare Hilfe bei der Bewältigung iher täglichen Arbeit sind. Das ergab eine Studie von Talentsoft, einem der führenden europäischen Anbieter von SaaS-Anwendungen im Bereich HR- und Talentmanagement. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Appinio befragte das Unternehmen Führungskräfte und Arbeitnehmer zu den Themen Kommunikation und Unterstützung während der Pandemie. Desweiteren sind 84,4 Prozent der Führungskräfte der Ansicht, dass ihre Rolle aktuell mehr Wertschätzung erfährt – verglichen mit lediglich 64,8 Prozent der Mitarbeiter, die derselben Meinung sind.

 

Kommunikation vor und während der Pandemie

Rund die Hälfte der befragten Führungskräfte geben an, aktuell ein engeres Verhältnis zu ihren Mitarbeitern zu haben als noch vor der Corona-Pandemie. Allerdings sind 73,3 Prozent der Angestellten nicht dieser Ansicht. Die befragten Mitarbeiter haben das Gefühl, aktuell etwas weniger Kontakt zu ihrem Vorgesetzten zu haben – 43,3 Prozent sagen einmal oder mehrmals täglich – verglichen mit 48 Prozent vor der Pandemie. 81 Prozent der Führungskräfte geben an, mindestens einmal täglich oder häufiger mit ihren Teammitgliedern interagieren.

 

Maßnahmen zur Unterstützung der Mitarbeiter

55 Prozent der befragten Arbeitnehmer gaben an, dass ihnen Vorgesetzte während der Pandemie vorwiegend bei ihren täglichen Aufgaben unter die Arme gegriffen haben. Jeweils 48,6 Prozent freuten sich über Hilfe bei der Anpassung an die neuen Arbeitsmodelle und über einen Motivationsschub in dieser herausfordernden Zeit. Die Unterstützung bei der persönlichen Entwicklung und Weiterbildung sowie bei der Schaffung einer optimalen Work-Life-Balance – beispielsweise durch Überstundenausgleich oder Sportprogramme ­– belegten mit 47,1 und 42 Prozent die letzten beiden Plätze.

 

Elton Schwerzel, Managing Director DACH bei Talentsoft: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Kommunikation und der Austausch zwischen Führungskräften und Arbeitnehmern bedingt durch die Corona-Pandemie und die verstärkte Telearbeit für einen Großteil der Bevölkerung noch wichtiger geworden sind. Im Laufe des letzten Jahres sind Führungskräfte agiler geworden und haben die Gelegenheit genutzt, Coaching-Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Legitimität gegenüber den Mitarbeitern zu erhöhen. Kollaborative Lösungen können ihnen dabei helfen, einen kontinuierlichen Dialog mit ihrem Team zu führen und Echtzeit-Feedback zu ermöglichen. Auf diese Weise lassen sich Missverständnisse schnell aus dem Weg räumen, was die Zufriedenheit auf beiden Seiten langfristig erhöht.“

 

Methodik der Studie

Im Auftrag der HR-Spezialisten Talentsoft befragte das Marktforschungsunternehmen Appinio in einer repräsentativen Studie im Mai 2021 deutschlandweit 105 Führungskräfte und 400 Arbeitnehmer beider Geschlechter im Alter von 18 bis 99 Jahren.