Talentmanagement

So bereiten Sie Ihr Personal auf die Zukunft vor

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Beitrag des Personalwesens zur Gestaltung der Welt nach Corona

Durch die Coronakrise und ihre Folgen mussten Unternehmen zahlreiche Maßnahmen ergreifen. Umstrukturierung der Teams, Kurzarbeit, Entlassungen, Telearbeit und Digitalisierung – bei all dem stand die Personalabteilung im Mittelpunkt des Geschehens.
Wie hat sich die Krise ausgewirkt? Wie haben sich die Unternehmen daran angepasst? Und wie bereitet sich das Personalwesen auf die Welt nach der Krise und die damit einhergehenden neuen Normen vor?

 

Wandel durch die Krise

Angesichts der Beeinträchtigungen und Ungewissheiten im Zusammenhang mit Corona sehen sich viele Unternehmen zu einer Umstrukturierung gezwungen und müssen diesen Wandel auch bei ihren Mitarbeitern herbeiführen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

 

Geschäftsführer und Personalleiter an vorderster Front

Da zu ihrem Aufgabengebiet die Personalbeschaffung und das Talentmanagement gehört, ist die Personalabteilung ein wichtiger Akteur, wenn es um einen Wandel im Unternehmen geht. Sie begleitet die Mitarbeiter und unterstützt sie bei ihrer Entwicklung im Sinne von Veränderungen und Neuerungen. Aufgrund dieses Know-hows war die Personalleitung in der Coronakrise von Anfang an gemeinsam mit dem Geschäftsleiter für das Krisenmanagement der Unternehmen zuständig.

In einer Umfrage des französischen Personalleiterverbands (ANDRH) waren 97 % von 550 Unternehmen der Ansicht, dass Geschäfts- und Personalleiter die Krisenbewältigung gemeinsam gelenkt haben [Link zur Umfrage].

Dazu gehörten unter anderem die Verwaltung der Arbeitszeiten, Maßnahmen im Zusammenhang mit der Telearbeit, die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter und die Kommunikation bezüglich der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Über die logistischen und praktischen Aspekte hinaus gilt es, den sozialen Dialog im Unternehmen zu fördern und aufrechtzuerhalten.

Ausbau oder Einführung von Telearbeit

„39 % der Mitarbeiter, die während des Lockdowns von zu Hause aus gearbeitet haben, möchten dies auch weiterhin mehrmals in der Woche tun“ (laut einer Ipsos-Umfrage, über die im Obs berichtet wurde)

 

  • Team-Management aus der Ferne: Es mag zwar kein völlig neues Konzept sein – man denke nur an Unternehmen mit mehreren Standorten – doch für das Team-Management aus der Ferne sind neue Kompetenzen notwendig. Denn das Management muss nun auch virtuell erfolgen. Vertrauen, neue Wege der Moderation und die Verwendung passender Tools sind dabei unabdingbar.

 

  • Gleichbehandlung aller Mitarbeiter und Teammoral: Ob man nun Homeoffice-Fan ist oder nicht, die Bedingungen für die Telearbeit während des Lockdowns waren nicht gerade ideal. Denn sie waren nicht für alle dieselben. Man denke dabei zum Beispiel an die Kinderbetreuung, die schnelle Bereitstellung von IT-Material oder das Fehlen eines geeigneten Arbeitsplatzes zu Hause. Angesichts dieser völlig neuen Herausforderungen setzen die meisten Unternehmen auf Einzelfallentscheidungen, Zuhören und mehr Verständnis bei der Terminplangestaltung ihrer Mitarbeiter.

 

Schnellere Digitalisierung für mehr Flexibilität

Da Personalverwaltung und Weiterbildung aus der Ferne erfolgen mussten, wurden schnell neue Tools benötigt. In der Krise konnten wir einen Zuwachs an neuen Projekten und Implementierungen beobachten. Es gilt, sich schnell und gut anzupassen, um die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten.

 

Sinn der Arbeit

Für viele von uns sind Lockdown und Coronakrise ein Anlass zur Selbstreflexion. Einerseits auf kollektiver Ebene: Unser Gesellschaftsmodell, Konsumgewohnheiten und die Stellung der Arbeit werden hinterfragt. Und auch individuell fragen sich viele nach dem Sinn, den sie in der Arbeit sehen. Darauf weist zumindest die Forschung von Estelle Morin, Professorin an der HEC Montréal, zum Thema Wohlbefinden am Arbeitsplatz hin. Unter anderem geht es dabei um das Gefühl, sich durch seine Arbeit nützlich zu machen, um das Interesse an der Tätigkeit, Moral, Ethik und Gleichgewicht zwischen Privat- und Berufsleben.

 

Bereit für die neue Welt

Auch wenn die Mitarbeiter der Krisensituation wohl alle so schnell wie möglich entkommen möchten, bedeutet dies nicht, dass wir ganz einfach zur Welt vor Corona zurückkehren können und wollen. Doch was genau sind die Auswirkungen auf das Personalwesen und die Arbeitswelt im Allgemeinen?

 

Einbindung aller Mitarbeiter

Die Welt von morgen wartet nicht auf uns, sondern wir müssen sie gemeinsam gestalten. Bei der Umsetzung der erforderlichen Änderungen für eine Rückkehr an den Arbeitsplatz ist vor allen Dingen Konzertierung gefragt. Die Neuerungen werden nicht mehr von oben, sondern kollektiv beschlossen und umgesetzt. Dazu zählen unter anderem Weiterbildung, Telearbeit, Gestaltung der Arbeitszeiten und eine [bessere] Berücksichtigung der persönlichen Ziele jedes Einzelnen.

 

Neugestaltung der Arbeitswelt 

Zu den symbolträchtigsten Neuerungen gehört sicherlich die Telearbeit. Diese ist freilich nur für Berufe möglich, bei denen lediglich eine einfache EDV-Ausrüstung und eine Internetverbindung benötigt werden. Es bestehen dabei zwar weiterhin Hindernisse, die Umstellung erfolgt jedoch schneller als zuvor. Beim Autobauer PSA wurden beispielsweise ab September alle 80.000 Mitarbeiter, die nicht in der Produktion beschäftigt sind, ins Homeoffice geschickt.

 

Ausstattung mit digitalen Tools

Beim Ausbau der Telearbeit sind digitale Tools unerlässlich. Dazu zählen unter anderem:

  • Chattools und Tools für die Zusammenarbeit aus der Ferne, wie etwa Microsoft Teams
  • E-Learning-Lösungen für die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten sowie Lösungen wie Talentsoft Content, die schlüsselfertige Schulungen anbieten. Auf diese Weise können sich Mitarbeiter von zu Hause aus weiterbilden.
  • Talentmanagement-Lösungen wie Kontinuierlicher Dialog, mithilfe derer die Beziehungen zwischen Manager und Mitarbeiter aufrechterhalten und gefördert werden können

 

 

Ausführlicher wurde dies beim Club Talentsoft 2020 bei einer Podiumsdiskussion von HR-Experten besprochen, die ihre Vision von der Welt nach Corona ausgetauscht haben. In unserem E-Book „Entwicklung des Personals von morgen“ erfahren Sie alles zu dieser Analyse.

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